November 12 2018

Schulprogramm

letzte Aktualisierung Nov. 2018

Kurze Schulgeschichte

Als Anfang der 70er Jahre die Kapazität der Rudolf-Hildebrand-Schule nicht mehr ausreichte, entschloss sich der Bezirk Tempelhof, eine zusätzliche Schule im Einzugsbereich zu bauen.

1973 wurde mit dem Bau der 19. Grundschule begonnen. Im Januar 1974 zogen dann über 600 Schüler und mit ihnen 22 Lehrerinnen und Lehrer in das neue Schulgebäude an der Körtingstraße um.

1975 erhielt die Schule ihren heutigen Namen. Bei der Wahl des Namens war es Eltern und Lehrern wichtig, „dass die Kinder einen Bezug zum Namen finden. Er soll während des Unterrichtes ausreichend behandelt werden. Das Gebiet „Luftfahrt-Raumfahrt“ ist nach Meinung der Eltern dafür typisch. Mit dem ausgewählten Namen soll eine Idee verkörpert werden. Die Erzieher und Pädagogen glauben, dass die Verbindung zwischen Sage, beziehungsweise Idee und Moral, und der Verwirklichung in unserer Zeit auch von Grundschulkindern nachempfunden werden kann“ (aus der Berliner Morgenpost vom 12.5.1975).

Die Geschichte von Ikarus und Dädalus und die im Mythos angelegten Themen und Motive wie Fliegen, der Traum von Freiheit und Grenzüberschreitung u.a. werden auch heute in den unterschiedlichen Fächern in allen Jahrgangsstufen auf vielfältige Weise behandelt.

Bis 1990 war die Schule dreizügig, doch geburtenstarke Jahrgänge veranlassten den Bezirk Tempelhof, noch im gleichen Jahr „mobile Klassenzimmer“ in Containerbauweise auf dem Schulgrundstück zu errichten. Anfang Januar 1991 wurde das neue Gebäude von den Vorklassen bezogen. Vor dem Anbau entstand ein Kleinsportfeld, das von den Schülern hauptsächlich in den großen Pausen zum Fußballspielen genutzt wird. Was ursprünglich als eine vorübergehende Maßnahme gedacht war, ist inzwischen zu einem nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil der Schule geworden.

1997 hielten die ersten Computer Einzug in unsere Schule. Der Computerunterricht ist rasch fester Bestandteil des Schulalltags geworden.

1998 wurde erstmals der Unterricht in 40-Minuten-Einheiten erprobt, der Englischunterricht begann in der Klassenstufe 4, und der Wahlpflichtunterricht (WuV) wurde in Kursform für die 5. und 6. Klassen erteilt.

1999 wurde der Englischunterricht in der Klassenstufe 3 erteilt. Die Homepage der Ikarus-Grundschule wurde ins Netz gestellt.

2001 erfolgte eine äußere Differenzierung des Unterrichts in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik in den 5. Klassen, diese beginnt gegenwärtig erst im 2. Schulhalbjahr.

2002 wurde die äußere Differenzierung auch für die 6. Klassen übernommen und mit einer zusätzlichen Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler in Deutsch- und Mathematikkursen begonnen.

2003 wurde die Umgestaltung der Ikarus-Grundschule zu einer Grundschule mit offenem Ganztagsbetrieb beschlossen.

In den Sommerferien 2004 wurde der Anbau komplett renoviert und für den offenen Ganztagsbetrieb umgestaltet. Am 1. August begannen 63 Kinder der 1. Klassen und vier Erzieherinnen mit dem offenen Ganztagsbetrieb.

Seit Beginn des Schuljahres 2005/2006 können Kinder im Rahmen der Verlässlichen Halbtagsgrundschule Betreuungszeiten von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr in Anspruch nehmen.

2006/07 wurden umfangreiche Bau- und Sanierungsmaßnahmen umgesetzt wie die Renovierung der Toiletten, das Schaffen neuer Räume in den Fluren, eine Grundsanierung der Klassenzimmer.

Im Schuljahr 2010 entstanden in einem großen Kunstprojekt („Flug 07G37“), an dem alle Schülerinnen und Schüler beteiligt waren, unter der professionellen Leitung der beiden renommierten Künstler Gabriele Rosskamp und Serge Petit fünf große Skulpturen mythologischer Figuren, die ihren Platz vor dem Schulgebäude gefunden haben.

 

1. Ausgangsdaten | Schulspezifische Rahmenbedingungen

1.1 Pädagogische Struktur, Besonderheiten und Stärken der Schule

Die Ikarus-Grundschule ist eine 3 1/2-zügige Berliner Grundschule mit offenem Ganztagsbetrieb, in/an der

  • in jahrgangsbezogenen Klassen (JABL) unterrichtet wird
  • es individuelle Förderangebote gibt
  • betreute Hausaufgabenstunden angeboten werden
  • es einen offenen, von Lehrkräften und Erzieherinnen beaufsichtigten Anfang für die Klassen 1/2 gibt
  • Computerunterricht in der Klassenstufe 3 und 4 erteilt wird (Umgang mit gängigen Anwenderprogrammen und dem Internet für Rechercheaufgaben, Anwendung von Lernprogrammen)
  • zahlreiche Räume mit Smartboards ausgestattet sind
  • ein großer Schulhof mit unterschiedlichen Spiel- und Sportmöglichkeiten zur Verfügung steht
  • viele Arbeitsgemeinschaften und sportliche Veranstaltungen angeboten werden
  • zahlreiche Kooperationspartner eingebunden sind
  • regelmäßig außerschulische Lernorte besucht und Klassenfahrten durchgeführt werden
  • Partizipation, demokratisches und soziales Handeln großgeschrieben werden
  • Schulleben von allen Beteiligten aktiv gestaltet wird
  • Eltern und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in unterschiedlichen Bereichen intensiv mitarbeiten und herzlich willkommen sind
  • Lehrkräfte und Erzieherinnen jederzeit ansprechbar sind.

 

Die unterrichtete Fremdsprache an der Ikarus-Grundschule ist Englisch.

Unser Unterricht wird auf der Basis von 40-Minuteneinheiten organisiert.

Der Förderunterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch sowie Maßnahmen zur durchgängigen Sprachbildung, finden im Rahmen der zugewiesenen Unterrichtsstunden statt. Die Teilungsstunden werden möglichst gleichmäßig in allen Jahrgangsstufen eingesetzt, insbesondere aber für die Schulanfangsphase, den Computerunterricht, den Englischunterricht, die äußere Differenzierung (Jahrgangsstufe 5/6 in Deutsch, Englisch und Mathematik) und den Wahlpflichtunterricht.

Des Weiteren gewinnt die Schule durch diese Organisationsform zusätzliche Förderstunden in den Bereichen LRS und Dyskalkulie sowie Zusatzunterricht für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 und 4 in den Fächern Deutsch und Mathematik.

 

1.2   Schulisches Umfeld

Die Ikarus-Grundschule liegt in Berlin-Mariendorf nördlich der Trabrennbahn. In diesem Stadtteil Tempelhof – Schönebergs gibt es viele Eltern, die einen hohen Bildungsanspruch haben und Wert darauflegen, sich aktiv an der Gestaltung der Schule zu beteiligen. Der Anteil von Kindern nicht deutscher Herkunftssprache liegt bei etwa 48%.

 

1.3   Schülerzahlen/soziale Struktur

Wird momentan überarbeitet (Stand: 12.11.18)

 

1.4   Personal

Wird momentan überarbeitet (Stand: 12.11.18)

 

1.5   Räumliche und sächliche Ausstattung

Zur Schule gehören das Hauptgebäude, ein kleines Nebengebäude, ein Pavillon und eine Großturnhalle. Der benachbarte Sportplatz und ein an das Schulgelände angrenzender Spielplatz werden von uns mitgenutzt. Auf dem Schulhof gibt es einen kleinen Fußballplatz und zahlreiche Spielgeräte.

Im Hauptgebäude gibt es einen Mehrzweckraum, zwei Computerräume mit jeweils 14 Arbeitsplätzen, 20 Klassenräume, sieben Gruppenräume und acht Fachräume, ein Lehrerzimmer, einen Raum für die Erzieherinnen und Erzieher, einen Arbeitsraum und einen Entspannungsraum für Lehrerkräfte und Mitarbeiterinnen.

Zum Pavillon zählen im Erdgeschoss drei Gruppenräume, die gleichzeitig als Essenräume genutzt werden, und eine Ausgabeküche. Im Obergeschoss stehen weitere drei Gruppenräume und ein Aufenthaltsraum für das Erzieherteam zur Verfügung.

 

1.6. Kooperation mit Ämtern, Betrieben und anderen Institutionen

Wird momentan überarbeitet (Stand: 12.11.18)

Weitere Kooperationen bestehen mit folgenden Institutionen:

  • Stadtteilbibliothek Tempelhof (Der Bücherbus steht immer montags auf dem Schulgelände)
  • Sportvereine SV Süden 09 (Fußball), Traber FC (Fußball), TSV Tempelhof-Mariendorf (Leichtathletik), TuS Neukölln und ALBA Berlin (Basketball)
  • Universität der Künste (UdK/Projektwochen mit Schülern der Schule)
  • Zirkusprojekte „Juxirkus“
  • KunstwerkstättenTempelhof (Kunstprojekte mit Schülerinnen und Schülern des Bezirks – schulübergreifend)
  • Evangelische Kirchengemeinden Alt-Mariendorf und Mariendorf
  • Bezirksstelle der Aktion „Laib & Seele“
  • Katholische Kirchengemeinde Mariendorf
  • Aktion „Sternsinger“ des Kindermissionswerks (Patenschaft mit einer Schule in Chennai/Indien)
  • Kindertagesstätten: Fritz-Werner-Straße, Grimmingweg, Albulaweg und Mariendorfer Damm
  • Regionale Ortsarbeitsgemeinschaft Mariendorf (RAG)
  • Generationenbrücke mit dem „Rosenhof-Mariendorf“

 

1.7 Einbeziehung der Eltern

Engagierte Eltern haben an der Ikarus-Grundschule zahlreiche Möglichkeiten der Beteiligung. Sie wirken u.a. mit bei

  • der Bestellung und Verteilung der Schulmilch
  • der Leitung verschiedener Arbeitsgemeinschaften
  • der Begleitung von Schulklassen bei Unterrichtsgängen und Ausflügen
  • der Begleitung von Schülergruppen bei Sportwettkämpfen (z.B. Berlin-Marathon)
  • Projekten im Unterricht
  • der Gestaltung und Renovierung von Klassenräumen
  • der Leseförderung als Lesepaten.

 

Der Förderverein, der Freundeskreis der Ikarus-Grundschule, hat zurzeit insgesamt 166 Mitglieder. Der Freundeskreis leistet eine finanzielle Förderung von Arbeitsgemeinschaften in den Bereichen Aerobic, Badminton, Basketball, Chor, Computeranwendungen, Flöten, Fußball, Modellieren mit Ton, Tanzen, Yoga.

Er bezuschusst zudem Klassenfahrten, die Klassenkasse (u.a. „Startgeld“ für die 1. Klassen), die Auszeichnung besonders zuverlässiger Konfliktlotsen und veranstaltet pro Jahr zwei Trödelmärkte, einen Fahrradparcours und organisiert bei schulischen Veranstaltungen (Ikarus-Meile, Schulfesten) die Beköstigung aller Beteiligten.

 

 

2. Leitbild der Ikarus-Grundschule

Leitgedanke:

Wenn die Kinder klein sind, dann gib ihnen Wurzeln.

Sind die Kinder groß, so gib ihnen Flügel.

  1. Neumann

 

In Anlehnung an das Zitat von U. Neumann unterstützen wir die Kinder dabei, ihren „späteren Flug“ erfolgreich zu gestalten. Jedes Kind soll alle notwendigen Kompetenzen erwerben, sich ein fundiertes und breites Wissen, soziale und personale Fähigkeiten aneignen.

Ferner fühlen wir uns dem Namen unserer Schule verpflichtet. Daher sind neben den mythologischen Bezügen sowohl der technische als auch der geschichtliche Aspekt des Fliegens Inhalt des Unterrichts.

 

2.1 Grundsätze

  • Wir erkennen die Bedeutung der Erziehung in der Schule und im Hort und berücksichtigen sie in unserer täglichen Arbeit.
  • Wir wollen Neugier, Kreativität und Lernfreude der Kinder wecken und erhalten. In unserem täglichen Unterricht legen wir das Fundament für einen erfolgreichen schulischen Werdegang.
  • Wir legen Wert darauf, unseren Schülerinnen und Schülern vielfältige Methoden des Lernens und Arbeitens anzubieten. Durch eine gezielte Methodenauswahl ermöglichen wir unseren Schüler/innen, sich Kompetenzen für ein selbständiges und lebenslanges Lernen anzueignen.
  • Wir beobachten und berücksichtigen die Interessen, Motivationen und die Lernbesonderheiten unserer Schülerinnen und Schüler und entwickeln eine gezielte Förderung.
  • Der Hort versteht sich als Lebensraum, der Schule und Unterricht verbindet. Er bietet Möglichkeiten zur Vernetzung von Erziehung, Bildung und Betreuung.
  • Bei der Gestaltung des Schullebens werden die Eltern Durch ihre Mitarbeit erweitern sie die Lern- und Freizeitangebote der Ikarus-Schülerinnen und Schüler.

 

2.2 Erläuterungen zur Umsetzung des Leitbildes und der Grundsätze

2.2.1 Fliegen

Wir fühlen uns dem Namen unserer Schule verpflichtet. Daher ist neben den mythologischen Bezügen sowohl der technische als auch der geschichtliche Aspekt des Fliegens Inhalt des Unterrichts.

Die Geschichte unseres Bezirks und der Name unserer Schule legen es nahe, das Thema „Fliegen“ zu einem Schwerpunkt des Schullebens und des Unterrichts zu machen. Es ist unser Anliegen, diese Tradition wieder aufzugreifen und verbindlich in allen Jahrgangsstufen in unserem Unterricht verankern; die Rahmenpläne bieten hierzu vielfältige Möglichkeiten.

Um die vielschichtigen Aspekte des Themas sinnvoll zu verknüpfen, eignen sich besonders fächerübergreifende bzw. fächerverbindende Unterrichtsformen.

Das Leitbild „Fliegen“ wurde im Jahr 2009 nach den Vorschlägen der Stufenkonferenzen in den einzelnen Fachkonferenzen inhaltlich und organisatorisch konkretisiert, um zu verbindlichen Absprachen und Beschlüssen zu gelangen. Bei der Auswahl und Festlegung wird eine Verknüpfung mit dem schulinternen Curriculumsschwerpunkt „Präsentieren“/“Präsentation“ hergestellt.

Neben der Integration des Themas in die Stoffverteilungspläne der Fächer wurden übergreifende Projekte und Möglichkeiten der Einbindung außerschulischer Lernorte entwickelt.

Seit mehreren Jahren sind im Schulgebäude als ständige Ausstellung insgesamt sieben Cluster mit Bildern und Texten zum Thema „Fliegen“ zu sehen. Sie thematisieren u.a. den Ikarus-Mythos, die Entwicklung des Fliegens, die Berliner Luftbrücke und das Kunstprojekt „Flug 07G37“. Darüber hinaus schmücken zahlreiche von den Schülerinnen und Schülern erstellte Flugobjekte sowie Skulpturen die Flure und das Schulgelände.

2.2.2   Grundsätze

2.2.2.1 Erziehung

Wir erkennen die Bedeutung der Erziehung in der Schule und im Hort und berücksichtigen sie bei unserer täglichen Arbeit.

Schule und Hort können die Eltern bei der Erziehung unterstützen und ergänzen.

 

Zielvorstellungen

Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler dazu anhalten,

  • Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen
  • einander und Erwachsenen respektvoll zu begegnen
  • Aufgaben und Pflichten als Notwendigkeiten zu erkennen und von sich aus zu übernehmen
  • mit den Schulräumen und der Schuleinrichtung sowie mit eigenem und mit fremdem Arbeitsmaterial sachgemäß umzugehen.

 

Wege zur Verwirklichung dieser Zielvorstellungen

Unser Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler zur sozialen Kontrolle zu sensibilisieren und ein „Wir-Gefühl“ anzubahnen. Dazu wird/werden unter anderem:

  • im Morgenkreis berichtet und erzählt
  • Klassenregeln gemeinsam mit den Kindern erstellt
  • Klassenratssitzungen regelmäßig abgehalten

 

Bei Nichteinhaltung der Regeln werden u.a.:

  • Gespräche mit den Betreffenden geführt
  • die Betreffenden zur schriftlichen Stellungnahme aufgefordert
  • die Konfliktlotsen bei Streitigkeiten unter Schülern eingeschaltet
  • die Eltern informiert.

 

Konfliktlotsen

An der Ikarus-Grundschule werden bereits seit dem Schuljahr 2000/01 Schülerinnen und Schüler im Wahlpflichtunterricht der fünften Klassenstufe von zwei Lehreinnen (fortgebildeten Schulmediatorinnen) zu Konfliktlotsen ausgebildet. Den beiden Lehrerinnen obliegt die Planung, Durchführung und Organisation von Pausenhofeinsätzen sowie die Organisation der Gesprächstermine.

Ein Kursdurchgang „Konfliktlotsen“ umfasst ein ganzes Schuljahr, an dem bis zu 20 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Im Allgemeinen sind sie am Ende der Ausbildung in der Lage, selbständig Streitschlichtungsgespräche zu führen, Friedensverträge auszuhandeln und deren Einhaltung zu überprüfen.

Um die Ausbildung möglichst schülerorientiert zu gestalten, hat sich eine Einteilung in drei Ausbildungsblöcke bewährt:

Im ersten Block lernen sich die Schülerinnen und Schüler aus den verschiedenen Klassen zunächst einmal als „Konfliktlotsengruppe“ kennen. Dazu werden sie an zwei bis drei Projekttagen (intern oder extern) in das Thema eingeführt (sensibel werden für verschiedene Arten der Kommunikation/verbal/nonverbal) und erlernen erste Schritte der Mediation. Im wöchentlichen Wahlpflichtunterricht werden diese Schritte gefestigt und mit Übungseinheiten kombiniert.

Im zweiten Block erfolgt der Einsatz auf dem Hof in allen großen Pausen. Hier achten die Schülerinnen und Schüler selbständig auf „Konfliktsituationen“, fragen nach und bieten ihre Hilfe in Form eines Gesprächs an. Der theoretische Ablauf eines Streitschlichtungsgesprächs wird von allen Konfliktlotsen in Form einer Prüfung (Rollenspiel) abgelegt und steht am Ende des zweiten Ausbildungsblocks.

Im dritten Ausbildungsblock stehen sowohl organisatorische Absprachen (Einsatzpläne/Nachfragen zu den Friedensverträgen) und Sonderthemen (z.B. Mobbing) als auch die Reflexion  der eigenen Rolle als Streitschlichterin/Streitschlichter (auf dem Hof, in der eigenen Klasse, im Gespräch) im Mittelpunkt der regelmäßigen Treffen im Wahlpflichtkurs.

Die ausgebildeten Schülerinnen und Schüler können im 6. Schuljahr in Absprache mit den ausbildenden Lehrerinnen und Lehrern weiter als Konfliktlotse auf dem Pausenhof und/oder als Gesprächsleiter eingesetzt werden.

 

2.2.2.2 Unterricht

Wir Lehrerinnen und Lehrer der Ikarus-Grundschule wollen Neugier, Kreativität und Lernfreude der Kinder wecken und erhalten.

In unserer täglichen, kontinuierlichen Unterrichtsarbeit legen wir das Fundament für einen erfolgreichen schulischen Werdegang.

 

Bei der Planung und Umsetzung unseres Unterrichts legen wir großen Wert darauf, möglichst alle Schülerinnen und Schüler zu aktivieren, zum Lernen anzuregen und zu Lernerfolgen zu führen. Wir tragen dafür Sorge, dass sich im Rahmen eines schüler- und handlungsorientierten Unterrichts Arbeits-, Bewegungs- und Ruhephasen sinnvoll abwechseln. Das von uns bereitgestellte Material soll unsere Schülerinnen und Schüler herausfordern und motivieren, mit allen Sinnen zu lernen und zu arbeiten.

Wir vernetzen unseren Unterricht, indem wir außerschulische Fachleute und Lernorte einbeziehen. So gewährleisten wir den Transfer von theoretischen schulischen Inhalten auf die Lebenswirklichkeit. Fächerübergreifendes und ganzheitliches Lernen lässt Zusammenhänge transparent werden.

Wir kennen den Wert von Hausaufgaben zur individuellen Vertiefung und Festigung des Unterrichtsstoffs und geben unseren Schülerinnen und Schülern beständig Rückmeldungen zu ihrer Arbeit.

Wir erziehen die Schüler zu Toleranz, Achtung und Respekt im alltäglichen Umgang miteinander. Wir leiten sie an, die individuellen Stärken und Schwächen der Mitschüler und Mitschülerinnen anzuerkennen und sich gegenseitig zu unterstützen. Dadurch wird die Basis für eine angenehme Lernatmosphäre geschaffen.

Voraussetzungen für die optimale Umsetzung dieser Unterrichtsvorstellungen sind u.a. die konsequente Durchführung des Teilungs- und Kleingruppenunterrichts, eine ausreichende Ausstattung von Fachräumen zum Experimentieren und Forschen sowie ein zuverlässiger Zugang zum Internet und zur Schülerbücherei.

Die Überprüfung der Unterrichtsarbeit geschieht z.B. durch regelmäßige und unterschiedliche Reflexions- sowie Dokumentationsformen wie Ausstellungen, Aufführungen, Verfassen von Texten, durch Präsentationen von Arbeitsergebnissen in anderen Klassen.

Bis zur 4. Klasse soll jeder Klasse eine Erzieherin als Ansprechpartnerin sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für die Lehrerinnen und Lehrer zugeordnet sein, die auch im Unterricht mitarbeitet.

 

Religionsunterricht an der Ikarus-Grundschule

Der evangelische und der katholische Religionsunterricht sind feste und wichtige Bestandteile des Unterrichtsangebots an der Ikarus-Grundschule. Er steht allen interessierten Schülerinnen und Schülern offen. Soweit möglich wird der Religionsunterricht in allen Jahrgangsstufen zweistündig erteilt und ist organisatorisch gleichberechtigt in die Stundentafel integriert.

Nicht teilnehmende Schülerinnen und Schüler besuchen den Unterricht einer anderen Klasse, sofern es sich nicht um Randstunden handelt. In Ausnahmefällen (hohe Schülerzahl) gehen die Schüler in die Betreuung durch die Erzieher.

Die Grundlage für Religionsunterricht sind die von beiden Kirchen konzipierten Rahmenpläne (2007/2008), in denen sowohl Handlungskompetenzen und Standards als auch Inhalte und fachdidaktische Ansprüche von Unterricht beschrieben und festgelegt sind. Der Unterricht wird somit wie ein ordentliches Lehrfach organisiert und durchgeführt.

An der Ikarus-Grundschule arbeiten die Religionslehrerinnen (Fachkräfte für evangelische/katholische Religion) beider Konfessionen seit mehreren Jahren eng zusammen. Die Themen werden jahrgangsstufenweise miteinander abgestimmt und punktuell im Projektunterricht gemeinsam unterrichtet.

Auch „schuleigene“ Projekte werden gemeinsam geplant und durchgeführt:

  • Fahrten zu Tagen religiöser Orientierung
  • (Themen: Was man zum Leben braucht, Wegerfahrungen, Der Baum – ein Symbol für das eigene Leben, Ajahjesch – Ein Indianermärchen erzählt vom Leben…)
  • Die „Sternsinger-Aktion“ am Anfang des Jahres (Segen sein für andere) zu Gunsten der Patenschaft einer Schule in Indien (Chennai)
  • Besondere Treffen zu eigenen Themen (in der Zeit von 7.30 Uhr bis 8.10 Uhr in der vorweihnachtlichen/vorösterlichen Zeit)
  • Andachten zu bestimmten Themen (Weihnachten/Ostern)
  • Informationsveranstaltungen zum Thema „Konfirmation“, „Kommunion“ und „Firmung“
  • Unterrichtsgänge zur Besichtigung von Kirchengebäuden (auch anderer Religionsgemeinschaften)
  • Unterrichtsgänge zur Besichtigung von Ausstellungen (Bibelausstellung, Jüdisches Museum, „Mach mit“- Museum)
  • Generationenbrücke im „Rosenhof-Mariendorf“
  • Schülersegnung der Schulabgänger am Ende des Schuljahres

Seit dem Schuljahr 2008/09 gibt es an der Ikarus-Grundschule eine eigene Fachkonferenz „Religion“, deren Leitung wechselseitig (evangelisch/katholisch) für ein ganzes Schuljahr besetzt wird.

 

Leistungsmessung und Leistungsbewertung

Verbindliche Grundlagen zur Leistungsfeststellung und Leistungsbewertung sind in den einzelnen Fachkonferenzen entwickelt worden und liegen allen Lehrkräften vor. Sie werden den Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern regelmäßig transparent gemacht und erläutert. In allen Fächern werden die in der Grundschulverordnung festgelegten Formen der Leistungsbewertung realisiert.

Die Einschätzung des Arbeits- und Sozialverhaltens wird in Verbindung mit jedem Zeugnis (Jahrgangsstufe 3-6) von allen in der jeweiligen Klasse unterrichtenden Lehrkräften gemeinsam in Abstimmung auf einer Klassenkonferenz vorgenommen.

 

 

Fortsetzung folgt (Stand Nov. 2018)